Presse
14.07.2010, 10:06 Uhr | Übersicht | Drucken
Heider besucht Elterninitiative "Spielmäuse"
Lüdenscheid, 13.07.2010


Heider lobte beim Rundgang durch die Einrichtung die Flexibilität der Elterninitiative.


Eberhard Demtröder von der Westfälische Rundschau Lüdenscheid schreibt:

Foto: Eberhard Demtröder, WR LüdenscheidLüdenscheid. Momentan wieseln die kleinen „Spielmäuse“ nur vormittags durch die Räume am Danziger Weg. Allzu gerne würde Leiterin Monika Eckmann, zugleich 2. Vorsitzende des Elternvereins, die Betreuung für „ihre“ Kleinkinder auf den Nachmittag ausdehnen – weil die Eltern sich das so wünschen.
Doch da gibt’s aus Sicht der Erzieherin zwei Probleme, die sie am Dienstag beim Besuch des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider gerne schildert.

Das erste: Damit die rund 20 Jungen und Mädchen zwischen zwei und vier Jahren länger betreut werden können, fordert das Landesjugendamt NRW bestimmte Ausstattungsstandards für die Einrichtung. Aber die kann das Team der Eltern und Erzieher schon aus Platzgründen nicht bieten – etwa einen separaten Schlafraum für die Mittagsruhe in Standard-Größe.

Problem zwei bringt Ulf Illhardt, 1. Vorsitzender Elternverein, ins Spiel: Im nächsten Kindergartenjahr fehlen der Einrichtung schlicht fast 21 000 Euro – unter anderem, um das Gehalt einer der Erzieherinnen bezahlen zu können.

CDU-Politiker Heider lobte beim Rundgang die Flexibilität der Elterninitiative. Die würde gerne auch bei der U1-Betreuung für die Kleinen bis zu einem Jahr durchstarten – und außerdem Eltern mit kleinem Lohn oder ohne Arbeit die Chance bieten, für keinen oder kleinen Beitrag ihre Kinder zu schicken. Im zweiten Fall setzt Einrichtungsleiterin Eckmann auf Paten, die sich an den Beiträgen beteiligen.

Einen Lösungsansatz für die „wirtschaftliche Herausforderung“ sieht Heider darin, so an den besagten Standards zu drehen, dass Ausgaben eingespart werden können. Und er schlägt dem Verein vor, eine Arbeitskraft für ein Freiwilliges Soziales Jahr einzustellen, um Personalkosten zu senken.

Übrigens: Ab Sommer sind bei den „Spielmäusen“ sechs Betreuungsplätze frei.

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